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Sonderausstellung »Kampf und Leid – Dreißigjähriger Krieg um Delitzsch und seine Folgen«

19. Mai bis 28. Oktober 2018

Dreißig Jahre Kampf und Leid – dreißig Jahre Angst, Schrecken, Tod, Plünderung, Brandschatzung, Hunger und Elend mitten in Deutschland ist heute kaum mehr vorstellbar. Genau vor 400 Jahren begann dieser verheerende Krieg und suchte insbesondere deutsche Städte und Dörfer heim. Allein in der Nähe Leipzigs finden drei große Feldschlachten statt. Eine davon im Jahr 1631, als die protestantischen Armeen unter König Gustav II. Adolf von Schweden die kaiserliche Liga unter Graf Tilly bei Breitenfeld vernichtend schlägt. Bei dieser blutgetränkten Schlacht stehen sich rund 34.000 kaiserliche Soldaten und 39.000 Schweden bzw. Sachsen gegenüber.

Unter dem Motto "Je weniger Klingen – Je größere Herzen" konnte der sehr engagierte Projektkoordinator Günter Tempelhof mehrere Museen im Landkreis Nordsachsen für ein übergreifendes Geschichtsprojekt gewinnen, das über die Tragweiten dieses Krieges informieren soll. Von Mai bis November 2018 finden in den nordsächsischen Museen zahlreiche Ausstellungen, Vorträge und Lesungen namhafter Historiker statt.

Die thematisch gegliederte Sonderausstellung im Delitzscher Schlossmuseum gibt Einblick in die wachsende Verschlechterung der Lebensumstände der zivilen Bevölkerung und der militärischen Heere. Bedingt durch Krankheiten, Missernten und Schlachten war der Tod allgegenwärtig. Der Wunsch nach Frieden ging einher mit der Verrohung zwischenmenschlicher Umgangsformen. Eine authentisch nachgestellte Feldlagerszene mit Kanone und originalen Schuss- und Stangenwaffen des Dreißigjährigen Krieges, Schlachtenkarten, Dioramen und medizinhistorischen Geräten zur Wundbehandlung veranschaulichte die Dramatik dieser Zeit.

Der Überfall auf die Stadt Delitzsch im Jahr 1637 und dessen erfolgreiche Abwendung durch die Delitzscher Bürgerschaft bildet einen weiteren Abschnitt der Ausstellung. Mauern aus Backstein wurden befestigt, Gräben erweitert und die mittelalterliche Wehranlage ausgebaut, die noch heute mit ihren beiden Wehrtürmen einen Besuch lohnt.

Zudem zeigt die Ausstellung die menschlichen und materiellen Verluste am Kriegsende in Delitzsch. Die Geldentwertung in der Kipper- und Wipperzeit stellt einen weiteren Themenkomplex dar. Dazu werden verschlechterte Münzen und originale Geldstücke gegenübergestellt.

Um die Kriegsereignisse in unserer Region ranken sich einige Sagen und Geschichten, die ebenfalls in der Schau Erwähnung finden.

Der Besucher kann sich auf außergewöhnliche Objekte von Leihgebern aus dem gesamten Bundesgebiet und ein umfangreiches Angebot an Konzerten und Vorträgen zum Dreißigjährigen Krieg freuen.

 

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